Heizung ausgefallen: Druck, Brenner, Anruf

Heizung ausgefallen oder bleibt kalt: ein kalter Heizkörper im November heisst nicht automatisch «Kessel tot». Zuerst Strom, Sollwert und Druck. Was danach kommt, ist Arbeit für den Betrieb — nicht für den Schraubenzieher am Gasventil.

Ein Raum oder das ganze Haus?

Ist nur ein Heizkörper kalt, während der Rest warm ist, liegt die Ursache oft am Ventil, an Luft in genau diesem Körper oder an einem geschlossenen Heizkreis nach einem Umbau. Ist die ganze Wohnung kalt, die Nachbarwohnung aber warm, ist es die Wohnungsebene: Thermostat, Verteiler, eigene Wärmepumpe. Ist das ganze Haus kalt, schauen Sie den Erzeuger an — und hören Sie, ob die Umwälzpumpe summt.

In Stockwerkeigentum in Zürich oder Genf gehört der Kessel oft der Gemeinschaft. Der Hauswart oder die Verwaltung hat den Servicevertrag. Ihr Anruf beim Verzeichnis ersetzt diesen Vertrag nicht. Für die eigene Wohnung dürfen Sie Ventile und Thermostate prüfen; den Heizraum der Liegenschaft betreten Sie nicht ohne Absprache.

Strom, Sommerbetrieb, Sollwert

Viele Anlagen stehen nach dem Sommer noch auf «Aus» oder auf einem tiefen Sollwert. Die Aussentemperaturfühler-gesteuerte Regelung wartet, bis es kalt genug ist. Prüfen Sie: Stecker, Sicherung, Fehleranzeige am Display, Batterie im Raumthermostat. Ein leerer Batterieeinsatz erklärt mehr «ausgefallene Heizungen» als ein defekter Brenner.

Programmierbare Thermostate in Altbauwohnungen in Bern und Basel sind oft auf Nachtabsenkung, die niemand mehr versteht. Stellen Sie vorübergehend einen festen Sollwert. Wenn innerhalb einer Stunde nichts passiert und der Kessel oder die Wärmepumpe kein Lebenszeichen gibt, ist das der Moment für den Betrieb — nicht nach drei Tagen mit der Wolldecke.

Notieren Sie die Fehlerzahl auf dem Display, bevor Sie den Hauptschalter aus- und einschalten. Der Betrieb fragt danach. Ein Reset ohne Code ist eine verloren gegangene Spur.

Manometer und Luft

Das Manometer sitzt am Kessel, am Verteiler oder in der Wärmepumpen-Inneneinheit. Viele Einfamilienhäuser liegen kalt grob zwischen 1,0 und 1,8 bar. Die Zahl auf dem Typenschild oder in der Anleitung gilt. Steht der Zeiger im roten Bereich unten, fehlt Wasser. Steht er weit oben, ist zu viel Druck — dann nicht nachfüllen, sondern anrufen.

Nachfüllen nur, wenn Sie den Füllschlauch und das Ventil kennen und das Wasser klar bleibt. Braunes oder hörbar sprudelndes Nachfüllen heisst: Luft oder Schlamm, nicht «noch ein halber Bar». Heizkörper entlüften: Ventilschlüssel, Tuch, von oben nach unten durchs Haus. Zischt es kurz und kommt Wasser, war Luft drin. Kommt nichts und der Körper bleibt kalt, sitzt das Thermostatventil fest — oft nach dem Sommer. Leicht klopfen und den Stift bewegen, ohne Gewalt.

Eine Wärmepumpe, die im Winter «hochdruck» oder «niederdruck» anzeigt, ist kein Fall für das Entlüftungsventil am Heizkörper. Kältemittel berührt nur der Betrieb mit der entsprechenden Fachbewilligung.

Was Sie nicht anfassen

  1. Gasgeruch: Fenster, kein Lichtschalter, raus, Feuerwehr / Gasnetz, danach der Betrieb. Nicht den Brenner «noch einmal zünden».
  2. Ölgeruch, Russfahne, offene Abgasführung: Anlage aus, Betrieb. Kohlenmonoxid ist kein Heimtest mit der Nase.
  3. Abdeckung der Wärmepumpe, Kältemittelleitungen, Verdichter: zu.
  4. Sicherheitsventil, das tropft: Auffangbehälter, Anruf, nicht zudrehen bis es hält.
  5. Elektrische Klemmstellen hinter der Verkleidung: NIV gilt. Das Verzeichnis zeigt Elektrobetriebe getrennt vom Heizungsbetrieb, wenn die Sicherung fliegt und nicht der Kessel.

Diese Seite zertifiziert niemanden. Installationen gehören in Betriebe mit der nötigen Bewilligung. Wo ein Nachweis auf dem Profil steht, zeigen wir ihn.

Wann der Anruf Pflicht ist

Keine Anzeige, wiederholter Störungsreset, Wasser unter dem Kessel, Eis an der Ausseneinheit bei laufendem Verdichter, oder eine Nacht unter zehn Grad in der Wohnung mit Kleinkind oder Pflegebedürftigen. Der Filter «Notfall» im Verzeichnis ist ein Pikett-Hinweis, kein SLA. Sagen Sie am Telefon: Öl, Gas, Pellets oder Wärmepumpe; Fehlernummer; Druck; ob alle Körper kalt sind; ob Sie nachgefüllt haben.

Ein Ersatz der fossilen Heizung ist ein anderes Projekt als die Störung um 21 Uhr. Beiträge und Gesuch vor Baubeginn stehen unter Förderungen. Die Investitionsspanne steht unter Kosten. In der Störungsnacht geht es um Wärme, nicht um das Gebäudeprogramm.

Wenn es wieder läuft

Fragen Sie den Betrieb, warum der Druck fiel. Eine kleine Undichtigkeit am Ventil ist Unterhalt. Ein monatliches Nachfüllen ist ein Leck. Lassen Sie die Jahreswartung nicht aus, nur weil der Reset geklappt hat. Die nächste Kälteperiode findet denselben Sensor.

Wer den Kessel sowieso ersetzen will, holt zwei Offerten mit demselben Umfang — Speicher, Elektro, Schallschutz — und reicht das Gesuch ein, bevor jemand demontiert. Das Verzeichnis filtert Sanitär und Heizung in Ihrer Stadt. Sie rufen selbst an.

Ein häufiger Irrtum: die Anlage «schonend» auf einer sehr tiefen Vorlauftemperatur lassen, obwohl die Heizkörper für 55 oder 60 Grad gebaut sind. Dann bleibt das Haus kühl, obwohl der Kessel läuft. Sagen Sie dem Betrieb, welche Heizflächen Sie haben — Radiator, Bodenheizung oder gemischt. Die grobe Leistungsabschätzung macht der Heizleistungsrechner; die Auslegung bleibt beim Planer.

Geprüft. Heizungsbetrieb anrufen.

Keine Weiterleitung, keine zugesagte Ankunftszeit. Die Nummer steht beim Eintrag.

Heizungsbetriebe im Verzeichnis